Der Körper als Tempel der Seele

 

Wie bin ich mit dem Fasten in Kontakt gekommen?

In letzter Zeit treten mehr Krankheiten in den Vordergrund, die früher sehr selten auftraten oder völlig unbekannt waren. Ich leide auch unter einer sogenannten Zivilisationskrankheit, wie Hashimoto, dies ist eine Autoimmunkrankheit.

 

Als ausgebildete Naturheilpraktikerin und Freizeit-Fitnesstrainerin wurde mir schnell klar, dass Körper-Seele-Geist eine Einheit sind und dass gleichzeitig Schritte unternommen werden müssen, um meine Gesundheit auf allen drei Ebenen zu erhalten und wieder herzustellen. Die für mich die richtige Therapie, die auf allen drei Ebenen gleichzeitig eine Wirksamkeit hervorruft, ist das Einbinden regelmäßiger Fastenkuren in mein Leben. Vor etwa 25 Jahren fastete ich zum ersten Mal mit der Unterstützung eines Arztes-Heilpraktikers, dessen Hilfe ich nur brauchte, weil ich 3 Woche fastete.

 

Fasten ist unser interner Arzt beziehungsweise die traditionelle und natürliche Methode der Präventivmedizin. Beim Fasten geht es in erster Linie darum, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Der Körper ist der Tempel der Seele, um den wir uns eigentlich kümmern müssten.

 

Was bedeutet Fasten für mich?

Wenn wir das F.A.S.T.E.N. als Mosaikwort betrachten, sehen wir die wesentlichen Aspekte, die das Fasten ausmachen.

 

F = Freiwillige Verzicht (Saturnprinzip)

A = Auszeit für Körper, Seele und Geist

S = Sparmodus

T = Trinken steht in dem Mittelpunkt

E = Entgiften Körper, Seele und Geist

N = Nebeneffekte, die positive sind

 

F: Freiwillige Verzicht (Saturnprinzip)

Wer das Saturnprinzip erfahren möchte, sollte fasten. Dr. Rüdiger Dalke (Arzt: ganzheitliche „Integrale Medizin“, Psychotherapeut, Autor) schreibt in seinem Buch „Das große Buch von Fasten“: „Fasten gehört archetypisch zum Saturnprinzip, das für die Reduktion aufs Wesentliche, für Beschränkungen und Hindernisse, für Kargheit und Nüchternheit, harte Arbeit und Disziplin steht. Armut und Genügsamkeit gehören dort ebenso hin wie Ordnung und Einsamkeit. Aber auch Krankheit allgemein ist hier zu Hause. Von daher ist jede Fastenzeit auch ein freiwilliges Opfer an dieses Prinzip, das häufig als Unglück und Bedrohung missverstanden wird. Dabei könnte man sich über Fasten wunderbar mit dem Archetyp aussöhnen, reduziert doch dieses Exerzitium wie wenig andere vieles aufs Wesentliche, indem es überflüssige Kilos, aber auch überflüssige Schlacken und Gedanken verschwinden lässt und dazu führt, dass der Fastende mehr zu sich und seinem Sinn und Wesen findet. …Wer dem Saturnprinzip bereit- und freiwillig gerecht wird, muss sich mit dessen unerlösten Seiten wie Krankheit weniger herumplagen. …“

 

A: Auszeit für Körper, Seele und Geist

Im heutigen überfüllten Alltag haben wir keine Zeit für das Wesentliche, uns selbst, unsere eigene körperliche, seelische und geistige Gesundheit. Um dieses Ungleichgewicht wieder herzustellen, nehmen wir uns eine Auszeit, damit sich Körper, Seele und Geist erholen können. Eine Fastenkur ist geeignet für:

  • alles Unnötige entfernen,
  • Stress abbauen,
  • Ruhe finden,
  • Kraft tanken,
  • Selbstheilungskräfte mobilisieren,
  • Körper regenerieren…usw.

Durch das Fasten erlernen wir einen achtsamen Umgang mit unserem Körper, der Seele und dem Geist.


S: Sparmodus

Während des Fastens verändert sich der Stoffwechsel und greift auf seine Energiespeicher zurück. Zu Beginn des Fastens verbraucht unser Körper die Glykogenspeicher in der Leber und in den Muskeln für seinen Energiegewinn. Am 2. bis 3. Tag gewinnt unser Körper Energie aus Proteinen. Diese Proteine sind nicht benötige und oft krankhafte Zellbestandteile, die durch Autophagie (von altgriechisch „sich selbst verzehrend“) anderweitig verwertet werden. Ab 3. bis 4. Tag wandelt sich unser Stoffwechsel zunehmend in Fettabbau um. Zuerst wird unser viszerales Fett (steckt im Bauchinnenraum und legt sich um deine Organe) abgebaut und dadurch wird unser Entzündungsprozess gehemmt. Zu diesem Zeitpunkt hat unser Körper bereits von Glykose auf Energie von Ketonkörpern (oder auch Ketokörper ist die Sammelbezeichnung für drei Verbindungen, die vor allem in katabolen Stoffwechsellagen - also Hunger, Reduktionsdiät oder kohlenhydratarme Ernährung - gebildet werden und unter Umständen zu einer Ketose führen) umgestellt.

 

Durch Fasten kommt es zu einem inneren Reinigungsprozess, dieser Prozess soll die Zellen entgiften, verjüngen, und der Gesundheit dienen.

 

T: Trinken steht in dem Mittelpunkt

Unser Körper besteht zu 70% aus Wasser, natürlich ist es das Wichtigste während des Fastens ausreichend qualitatives Wasser zu trinken. Unsere Wäsche können wir auch nicht ohne Wasser sauber zaubern. Unser Körper braucht viel Wasser um sich zu reinigen.

 

Fasten ist aber keine „0“ Kcal Kur. Außer Wasser, trinken wir auch heilende Kräutertees, diese Tees unterstützen den Selbstheilungsprozess des Körpers.

 

Die frisch gepressten Obst- und Gemüsesäfte versorgen uns mit Makro- und Mikronährstoffen. Die Smoothies und die Gemüsebrühen unterstützen auch unsere Gesundheit während des Fastens. Sie liefern uns genügend Vitamine und Mineralstoffe.

 

E: Entgiften Körper, Seele und Geist

Auf der körperlichen Ebene passiert die Entgiftung durch die Lunge, die Haut, die Niere und den Darm.

 

Jeder kennt das Sprichwort von Hippocrates „Der Tod wohnt im Darm“. Während des Fastens wird unser Verdauungssystem entlastet. Seine Aufgabe ist fast ausschließlich die Ausscheidung, weil feste Nahrung nicht aufgenommen wird.

 

Die viele qualitative flüssige „Nahrung“ regt die Selbstreinigung der Nieren an.

 

Mit dem täglichen Durchbürsten der Haut, findet eine weitere Entgiftung auf große Fläche statt.

 

Durch die täglichen Yogaübungen (Yoga-Asanas) werden wir immer bewusster unsere Atmung wahrnehmen. Diese Pranayama-Übungen (Atemübungen) können beim Stressabbau und der Erweiterung der Lungenkapazität helfen. Die Pranayama-Praxis hilft uns stressvolle Gedanken und Erinnerungen loszulassen und uns von belastenden Themen zu lösen, die wir eventuell lange mitgeschleppt haben und die unser Energiesystem ständig belasten. Mit diesen Atemübungen können wir uns auch auf eine Meditation perfekt vorbereiten.

 

N: Nebeneffekte, die positive sind

Das Fasten ist ein biologisch überaus sinnvolles Prinzip, das über Monate lang nach dem Fasten noch positive Aspekte aufweist. Auf der körperlichen Ebene sinkt der Blutdruck, der Blutzuckerspiegel, der Cholesterinspiegel, die Insulinresistenz…usw. Es hemmt nachweislich Entzündungen, die für viele chronische Krankheiten verantwortlich sind.

 

Fasten regt die Serotoninbildung in unserem Körper an, die dann für gute (euphorische) Laune sorgt. Unser Körper erholt sich auf allen Ebenen.

 

Wenn es dein Ziel ist, dein aktuelles Gewicht sicher zu reduzieren, ist es eine gute Idee eine Fastenkur durchzuführen.

 

Wissenschaftliche Forschungen zeigen, dass nach ca. 3 Tagen Fasten Stammzellen in unseren verschiedenen Geweben geboren werden.

Ich lebe in Gosau, einem kleinen Dorf am Fuße des Dachsteins, in dem schönen Salzkammergut. Hier führe ich mein Herbstfasten durch. Ich freue mich auf deinen Besuch.

 

Wenn du mehr über meine Fastenkur erfahren möchtest, findest du hier weitere Informationen.